Das Löschen von Dateien und/oder Ordnern ist in Windows recht einfach und es gibt auch eine Möglichkeit, die Dateien bei versehentlichen löschen wiederherzustellen.
Löschen
Mit dem Kontextmenü oder der Entfernen Taste können Dateien oder Ordner gelöscht werden.
Papierkorb
gelöschte Elemente wandern dann in den Papierkorb geschoben und das Symbol änderst sich vom leeren zum gefüllten Papierkorb.
Papierkorb leer
Papierkorb voll
Wiederherstellen
Wurde ein Element versehentlich gelöscht, kann es aus dem Papierkorb wiederhergestellt werden. Dazu den Papierkorb mittels doppelklick öffnen und dann mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Element klicken und im Kontextmenü wiederherstellen auswählen.
Endgültig löschen?
Wird das Papierkorbsymbol mit der rechten Maustaste gedrückt, kann dieser geleert werden. Ab jetzt ist der Inhalt des Papierkorbes mit einfachen Windows-Funktionen nicht mehr wiederherstellbar.
Mit Programmen wir Recuva oder Disk Drill lassen sich die Daten meist trotzdem wiederherstellen. Hier gilt aber je schneller, desto besser. Irgendwann werden diese gelöschten Dateien überschrieben und sind daher nicht mehr rekonstruierbar.
Updates sind ein wichtiger Teil vom Betriebsystem und dessen Programme. Leider liefert Windows nicht automatisch Updates für installierte Programme, was bei vielen Linux Distributionen und MacOS meist Standard ist. Daher müssen Updates für Programme im jeweiligen Programm gesucht und installiert werden.
Updatetypen
Empfohlenen Updates
Empfohlene Updates werden im Normalfall immer automatisch installiert. Hier geht es in erster Linie um die Behebung von Problemen oder kritischer Sicherheitslücken.
Treiber Updates
Treiber sind kleine Softwarehilfen, welche das Betriebsystem bei der Kommunikation mit Hardware unterstützen. Windows hat hier eine tolle Datenbank und liefert die gängigsten Driver mit Windows Update mit.
Sicherheitsupdates
Sicherheitsupdates werden vom Microsoft Security Response Center (MSRC) freigegeben und schließen bekannte Sicherheitslücken
Wichtige Updates
Wichtige Updates schließen meist Sicherheitslücken die sehr kritisch sind und sehr wahrscheinlich ausgenutzt werden.
Hotfixes
Ein Hotfix wird meist von einem Supportmitarbeiter erstellt und hilft beim lösen eines Problems.
Feature Packs
Feature Packs fügen oft neue Funktionen hinzu und lösen gelegentlich auch Softwareprobleme.
Service Packs
Ein Service Pack enthält alle empfohlenen Updates, Sicherheitsupdates und Fester Packs für einen gewissen Zeitraum oder sogar alle die jemals für ein bestimmtes Betriebsystem herausgegeben wurden.
Dank der umfangreichen Driver-Datenbank von Windows ist die Installation eines Druckers meist kein Problem mehr.
LAN-Drucker
LAN-Drucker werden mit einem Kabel mit dem Netzwerk verbunden. Meist wird hierzu das Netzwerkkabel direkt mit dem Router verbunden. Wichtig ist, dass der Computer und der Drucker im selben Netz sind. Das bedeutet, dass der Computer entweder mit dem Kabel am selben router angeschlossen oder mit dem WLAN, welches der Router erzeugt, verbunden ist.
LAN-Drucke werden im Normalfall automatisch erkannt. Sollte dies nicht der Fall sein, dann werden Driver für den Drucker benötigt. Diese sind auf der Herstellerseite des Druckers zu finden.
Wie der Drucker in Windows installiert wird erfährst du weiter unten unter Installation.
USB-Drucker
USB-Drucker werden direkt mit dem Computer verbunden. Auch hier werden im Normalfall die Driver von Windows automatisch installiert. Sollte dies nicht der Fall sein, dann sind diese auf der Herstellerseite des Druckers zu finden.
Wie der Drucker in Windows installiert wird erfährst du weiter unten unter Installation.
WLAN-Drucker
WLAN-Drucker sind meist etwas komplizierter zu installieren. Je nach Modell muss mit der Bedienoberfläche die Verbindung zum WLAN hergestellt oder die PWPS-Taste am Router und Drucker gedrückt werden. Manche Modelle benötigen zuerst eine Verbindung mittels USB zu einem Computer, um dann mit dem WLAN verbunden zu werden.
Wichtig ist, dass der Computer und der Drucker im selben Netz sind. Das bedeutet, dass der Computer entweder mit dem Kabel am selben router angeschlossen oder mit dem WLAN, welches der Router erzeugt, verbunden ist.
Installation
Nachdem der Drucker mit dem Computer oder Netzwerk verbunden wurde, muss er noch im Betriebsystem installiert werden. In Windows kann entweder die Suche verwendet werden oder der Weg über Start -> Einstellungen -> Geräte -> Drucker & Scanner.
Für den zweiten weg gibt es hier eine Videoanleitung von mir.
In der Taskleiste kann das Suchfeld direkt zur Suche nach Apps, Programmen, Dokumenten und sogar im Internet genutzt werden. Sollte dieses Suchfeld nicht angezeigt werden kann diese mit der rechten Maustaste in der Taskleiste aktiviert werden.
Ergebnisse filtern
Die Suchergebnisse können auch gefiltert werden. Während der Suche werden die Registerblätter „Alle, Apps, Dokumente, Einstellungen, E-Mail, Web und Mehr“ angezeigt. Diese dienen als einfache Filter.
Suche im Explorer
In jedem Ordner befindet ich oben rechts ein Suchfeld. Sobald ein Suchbegriff eingegeben und mit Enter eingegeben wurde, wird das Register Suchtools angezeigt.
Suchtools
Die Suchtools bieten die Möglichkeit eine Suche auf gewisse Ordner einzuschränken oder auch die Sortierung der Ergebnisse zu ändern.
Suche speichern
Die Suchtools bieten auch die Möglichkeit eine Suche zu speichern. Dies kann bei komplexen Suchen sehr nützlich sein.
Weitere Suchfilter
Ebenfalls ist es möglich die Suche auf getippte Dateien zu erweitern oder eine Suche innerhalb von Textdateien zu deaktivieren.
Suche nach Dateiendungen
Eine weitere nützliche Funktion ist die Suche nach Dateiendungen. Dies ist vor allem nützliche, wenn der Name der Datei nicht bekannt ist, aber die Endung. Dazu wird ein * Symbol vor den Punkt und die gesuchte Dateiendung geschrieben.
Hier wird zum Beispiel mit *.pdf nur nach pdf-Dateien gesucht.
Damit ein Computer schnell und stabil läuft, benötigt er einen für die Anwendung passenden Prozessor, Arbeitsspeicher und auch eine schnell genug Festplatte (SSD). Die wichtigsten Informationen über diese Parameter sind in Windows unter System zusammengefasst.
System öffnen
System lässt sich über mehrerer Wege öffnen.
1.) Tastenkombination
Mit der Kombination aus Windows + Pause öffnet sich die System-Übersicht.
2.) Suche
Nach drücken der Windowstaste kann „System“ eingetippt werden und es sollte in den Ergebnissen angezeigt werden
3.) Windows Einstellungen
Wenn die Windwostaste gedrückt wird öffnet sich das Startmenü. Hier kann links das Zahnrad ausgewählt werden um die Optionen anzuzeigen. In dem Fenster das sich öffnet gibt es auch ein System Button. Dann nur noch inter Info schauen und es erscheinen die Systeminformationen.
4.) Systemsteuerung
Auch in der klassischen Systemsteuerung gibt es die System-Übersicht. Bei vielen Windows 10 Versionen öffnet sich mittlerweile die Systemansicht von Punkt 3.)
Informationen im System
Die Übersicht im System liefert die wichtigsten Informationen des Gerätes. Wofür diese Parameter wichtig sind, kann hier nachgelesen werden.
Ordern sind in Windows, Linux und Mac wie auch im realen Büro eine Möglichkeit sich gut zu strukturieren. In Windows ist der Explorer die Übersicht über die Ordnerstruktur und in Mac OS der Finder.
Ordner in Windows
In Windows 10 sind Ordner an der gelben Farbe erkennbar. In der Taskleiste befindet sich ein Ordnersymbol, das zum Gegensatz von Ordner am Desktop, den Explorer öffnet. Der Explorer (früher Arbeitsplatz) ist die oberste Ebene der Ordnerübersicht. In der linken Seite des Explorers sind folgende Kategorien zu finden: Schnellzugriffe, OneDrive, Dieser PC und Netzwerk.
Um eine dieser Kategorien zu öffnen, muss lediglich mit der linken Maustaste drauf geklickt werden.
Der Explorer lässt sich auch mit der Tastenkombination Win + e öffnen.
Im Normalfall startet der Explorer im Schnellzugriff. Hier sind gleich die am häufigsten verwendeten Ordner und zuletzt verwendeten Dokumente zu sehen.
Ordner anlegen
Es gibt mehrere Wege einen neuen Ordner anzulegen.
1.) Im Kontextmenü
Mit der rechten Maustaste auf auf die Benutzeroberfläche klicken und dann auf „Neu -> Ordner“ gehen.
2.) Tastenkombination
strg + shift + n
„strg + shift + n“ erstellt einen neuen Ordner
3.) Orndersymbol in der oberen Ecke
Verschachtelte Ordner
Ähnlich wie im Browser gibt es auch im Explorer eine Adressleiste. Hier kann zwischen den unterschiedlichen Ordnerebenen navigiert werden. Dazu muss lediglich in die Adressleiste geklickt werden. An sich können fast beliebig viele Ordner ineinander verschaltet werden. Die einzige Grenze ist die maximale Pfadlänge mit 256 Zeichen.
Navigation
Um in verschachtelten Ordner zu navigieren gibt es mehrere Möglichkeiten.
Navigationsleiste
In der Navigationsleiste kann der zu öffnende Ordner angeklickt werden.
Navigationspfeile
Mit dem Pfeil nach oben kann in die nächste Ebene gewechselt werden. Zum Beispiel von Ordner3 zu Ordner2.
Mit dem Pfeil nach links oder rechts wird zu dem zuletzt geöffneten Ordnern navigiert.
Ansicht
Im oberen Bereich gibt es mehrerer Registerkarten. Je nachdem was der Ordner enthält änder sich die Anzahl dieser Registerkarten.
Eine Registerkarte für die Ansicht gibt es aber immer.
Hier können Layout, Ansichten und weitere Optionen eingestellt werden. Um Beispielsweise die Dateiendungen anzuzeigen, kann die Checkbox in der vierten Gruppierung „Dateinamenerweiterungen“ abgewählt werden.
Verknüpfungen
Verknüpfungen sind im Gegensatz zu Ordner rein symbolisch. Eine Verknüpfung kann auf eine Datei, einen Ordner oder eine Webseite zeigen. Um eine Verknüpfung zu erzeugen gibt es auch wieder mehrer Wege.
1.) Kontextmenü
Rechte Maustaste und im Kontextmenü auf „Neu -> Verknüpfung“ klicken.
Daraufhin öffnet sich ein Fenster in dem der Speicherort eingegeben werden muss. Es kann auch auf „Durchsuchen“ geklickt werden und hier das Element ausgewählt werden.
Im letzten Schritt kann ein individueller Name ausgewählt werden.
Nach dem Fertigstellen wurde eine Verknüpfung zu dem Element erstellt.
2.) Kontextmenü – senden an
Ebenfalls mit der rechten Maustaste lassen sich aus Daten und Ordner schnell Verknüpfungen erstellen und direkt auf den Desktop legen.
Rechte Maustaste und im Kontextmenü auf „Senden an -> Desktop“ klicken.
Daraufhin erscheint direkt am Desktop eine Verknüpfung mit der selben Bezeichnung wie die ursprüngliche Datei.
Die Tastatur ist das wichtigste Interaktionswerkzeug mit dem Laptop/Computer. Theoretisch kann alles auch nur mit der Tastatur bedient werden.
Die wichtigsten Tasten
Escape
Die Escape Taste wird üblicherweise zum Verlassen eines Programmes oder Fensters verwendet. Escape kommt vom englischen flüchten, verlassen.
Tabulator
Mit der Tabulattortaste kann zwischen einzelnen Positionen im Fenster gesprungen werden. In Word wird dadurch ein größerer Abstand erzeugt und in Excel kann damit in die nächste Zelle gesprungen werden. Kombiniert mit der „alt“ Taste kann in Windows Zeichen geöffneten Fenstern gesprungen werden.
Shift
Die Shift Tasten sind zur Großschreibung gedacht. Shift mit Tabulator kombiniert wird oft zum zurückspringen verwendet.
Caps lock
Mit der Caps Lock Taste werden nur Großbuchstaben geschrieben.
Leertaste
Die Leertaste erzeugt einen Abstand zwischen zwei Wörtern oder Zeichen.
Enter
Mit Enter wird eine Eingabe bestätigt. in Excel und Word kann damit auch in die nächste Zeile gesprungen werden.
Windows/Command Taste
Die. Windowstaste öffnet das Startmenü unter Windows. Unter MacOS hat sie kombiniert mit der Leertaste eine ähnliche Funktion und öffnet die spotlight Suche.
Pfeiltasten
Die Pfeiltasten dienen der Navigation. Zum Beispiel kann in einer Liste jedes Element damit abgegangen werden oder in Excel zwischen den Zellen gewechselt.
Backspace
Mit der Backspace-Taste kann das davorliegende Zeichen gelöscht werden. In vielen Webbrowser ist sie ebenfalls die Zurücktaste.
10 Finger System
Das 10 Finger System (Maschinenschreiben) ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Es bedeutet, dass mit allen Fingern gleichzeitig geschrieben wird. Wie bei einem Instrument lässt sich dies nur mit Übung erreichen. Online gibt es sehr viele kostenlose Kurse wie zum Beispiel:
Damit die Symbole über den Zahlen erreicht werden können, wird die Shift (Großschreibtaste) kombiniert mit der Zahl darunter gedrückt. Um zum Beispiel das ! zu schreiben, wird Shift + 1 gedrückt.
Weitere Sonderzeichen
Um beispielsweise das € Zeichen zu erzeugen wird die Tastenkombination strg + alt + e verwendet. Das Selbe gilt für das @ – Zeichen, welches mit strg + alt + l (unter Linux und MacOS ist es alt + l) erzeugt wird.
Was sich alles an einem Laptop-Arbeitsplatz befindet:
Den Laptop in Betrieb nehmen:
Oft befindet sich ein Laptop nur im Standby-Modus, dann erscheint beim Öffnen des Deckels direkt der Login-Bildschirm. Ist dies nicht er Fall, dann muss der Einschalter gedrückt werden. Dieser befindet sich typischerweise im oberen Bereich des Laptops und ist Klassischerweise durch einen Kreis mit einem vertikalen Strich gekennzeichnet.
Login:
Je nach Betriebsystem kann der Login unterschiedlich aussehen. heutzutage gibt es auch verschiedenste Loginmöglichkeiten, angefangen vom Fingerabdruck über Gesichtserkennung bis hin zum klassischen Benutzername und Passwort.
Login Screen
Bei Benutzername und Kennwort wird meist der Benutzername bereits vorgeschlagen und das Kennwort muss natürlich noch eingegeben werden. Mit Enter bestätigt werden.
Desktop:
Nach dem Login erscheint der Desktop. Auf dem Desktop befinden sich häufig verwendet Programme, Dokument und Ordner.
Egal ob Dokumente, Ordner oder Dateien, mittels Doppelklick auf der Linken Maustaste lässt sich alles auf dem Desktop öffnen. Der Mauszeiger lässt sich mit der Maus oder auch dem Trackpad steuern. Falls noch ein wenig Übung mit der Maus notwendig ist, gibt es hier ein gutes Anfängertraining.
Die untere, schwarze Leiste ist die Taskleiste. Task bedeutet Aufgabe und daher sind die aktuelle geöffneten Programme hier angeheftet. Links an der Taskleiste ist der Start-Button. Von hier aus werden die Programme gestartet. In der rechten, unteren Ecke sind Benachrichtigungen, die Uhr, Netzwerk-, Soundeinstellungen…
Eine gute Übung ist sich hier ein wenig durchzuklicken und die einzelnen Funktionen so besser kennenzulernen.
Programme
Egal ob Internet, Dokumente oder Bilder. Alles wird mit dem passenden Programm geöffnet. Nach dem Öffnen erscheint ein Fenster welches im Normalfall immer die selben drei Symbole im Rechten, oberen Bereich hat.
Minimieren um das Fenster nach unten in die Daskleiste zu verkleinern.
Maximieren um das Fenster über den ganzen Bildschirm zu füllen
Schließen um das Programm zu beenden.
Internet
In der heutigen Zeit ist ein Computer ohne Internet fast nur noch eine leere Hülle. Fast jedes Programm benötigt Fürher oder später das Internet. Sei es um Updates zu installieren oder zusätzliche Erweiterungen zu installieren. Um in das Internet zu gelangen muss der Computer zuerst über ein Kabel oder mit WLAN mit einem Netzwerk verbunden werden. Ob der Computer bereits mit dem Internet verbunden ist, sieht man im Normalfall um rechten Bereich der Taskleiste.
Nach erfolgreicher Verbindung mit dem Internet kann ein Browser geöffnet werden. Der Browser ist ein Programm um Internetseiten anzuzeigen. Windows 10 hat mittlerweile den EDGE-Browser standardmäßig installiert. Es gibt auch Alternativen wie Google Chrome, Firefox oder Opera. Auf keinen Fall sollte der Internet Explorer verwendet werden. Dieser ist veraltet und voll mit Sicherheitslücken.
Surfen
Nach dem Öffnen des Browsers erscheint die Startseite. Diese ist abhängig vom Browser und dessen Version. Das folgende bild zeigt die wichtigsten Browserfunktionen.
Suchmaschinen
Das Internet und seine nahezu unendlichen Weiten ist sehr unübersichtlich. Daher gibt es verschiedene Suchmaschinen, die bei der Navigation durch das Netz helfen. Die wahrscheinlich beliebteste ist google.com. Andere Beispiele sind ecosia.org, bing.com oder duckduckgo.com. Wobei duckduckgo.com hohen Wert auf die Privatsphäre setzt und auch recht gute Ergebnisse liefert.
Sobald die Suchmaschine geöffnet ist, kann im Suchfeld der passende Begriff eingegeben werden und die Suchmaschine versucht das am passendste Ergebnis zu liefern. Ein gutes Beispiel sind Katzenvideos ;-).
Was beeinflusst eigentlich die Computerleistung und warum? In diesem Teil gehen wir diesem recht komplexen Thema auf den Grund und schauen uns die Sache mal vereinfacht an.
Prozessor
Die Leistung des Prozessors wird meist mit der Taktfrequenz gemessen. Diese Frequenz gibt an, wie viele Operationen der Prozessor in der Sekunde machen kann. Das ist aber nur eine Teilwahrheit. Einerseits können moderne Prozessoren öfter mehrere Operationen während eines Taktzykluses erledigen, andererseits haben die meisten Prozessoren mittlerweile mehrere Kerne und können darin quasi Parallel mehrere Aufgaben erledigen. Dazu kommt noch, dass die Taktfrequenz kein statischer Wert ist, sie schwankt und ist auch noch Abhängig von der Umgebungstemperatur. Auf jeden Fall kann gesagt werden, dass die Frequenz, kombiniert mit den Kernen, ein guter Anhaltspunkt für die Porzessorgeschwindigkeit ist. Aktuelle Prozessoren haben im Schnitt vier Kerne mit einer Geschwindigkeit von etwa 4,5 – 4,8 GHz.
Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher ist der Teil des Computers, der gerade die Ausgeführten Programme und die dafür benötigten Informationen bereithält. Er ist neben des Prozessors eine der wichtigsten Bestandteile des Computers und ebenfalls maßgeblich für die Leistung verantwortlich. Bei der Wahl des richtigen Arbeitsspeichers spielen viele Faktoren eine Rolle. Die wichtigsten sind Speichergröße in GB (aktuell sind ab 4 GB ausreichend), Geschwindigkeit in MHz (aktuell 3000 – 4000 MHz) und die Bauform DDR 1 – 5 (aktuell sind DDR 3 und 4 die gängigsten Standards).
Festplatte
Die Festplatte speichert die Daten langfristig und ist das Gedächtnis des Computers. Auf den ersten Blick ist hier die Leistung nicht so wichtig, das stimmt aber nicht. Für jedes Programm müssen regelmäßig Informationen zwischen Festplatte und Arbeitsspeicher hin und her geschoben werden. Bei mechanischen Festplatten bewegt sich ein Arm ständig auf einer Scheibe hin und her und liest so die Daten bei bestimmten Stellen aus. Egal wie sehr die Drehgeschwindigkeit erhöht wird, es gibt immer eine physikalische Grenze bei der Geschwindigkeit des Arms. Daher eignen sich mechanische Festplatten nur noch bedingt als Langzeitspeicher. Die bessere Alternative sind moderne SSDs, welche entweder mittels SATA-Kabel mit dem Mainboard verbunden oder sogar als M.2 Variante direkt auf die Platine gesteckt werden.
Mainboard
Auch das Mainboard spielt bei der Leistung eine Rolle. Hier kommt es in erster Linie auf die unterstützten Steckplätze und deren Generation an. Gamingmainboards haben öfter kürzere oder breiterer Leiterbahnen zum Prozessor, welche die Datenübertragungsgeschwindigkeit ebenfalls beeinflussen. Weitere wichtige Leistungsdaten sind:
Maximaler Arbeitsspeicher
Speichertechnik (DDR4, DDR5)
Prozessorsockel (AM4 oder LGA 1200)
PCIe Slots (PCI-E-3.0)
Temperatur
Nicht zu unterschätzen ist auch die Temperatur. Je heißer die Hardware wird, desto langsamer ist der Computer. Natürlich wird diese auch defekt, wenn sie eine gewisse Temperatur erreicht. Dies liegt an der Leitfähigkeit, welche temperaturabhängig ist. Daher sollte nicht nur der Prozessor, sondern auch das gesamte Gehäuse, gut durchlüftet werden. Aus dem Luftfluss engl. Airflow hat sich unter ITlern schon fast eine eigene Disziplin gebildet. Dazu muss lediglich nach „computer airflow oder airflow case“ gesucht werden und es kommen über 53 Millionen Ergebnisse. Im Großen und Ganzen ist zu sagen, dass zumindest der originale CPU-Lüfter und ein leistungsstarker Lüfter am Gehäuse eine gute Grundvoraussetzung sind.