Was beeinflusst eigentlich die Computerleistung und warum? In diesem Teil gehen wir diesem recht komplexen Thema auf den Grund und schauen uns die Sache mal vereinfacht an.

Prozessor

Die Leistung des Prozessors wird meist mit der Taktfrequenz gemessen. Diese Frequenz gibt an, wie viele Operationen der Prozessor in der Sekunde machen kann. Das ist aber nur eine Teilwahrheit. Einerseits können moderne Prozessoren öfter mehrere Operationen während eines Taktzykluses erledigen, andererseits haben die meisten Prozessoren mittlerweile mehrere Kerne und können darin quasi Parallel mehrere Aufgaben erledigen. Dazu kommt noch, dass die Taktfrequenz kein statischer Wert ist, sie schwankt und ist auch noch Abhängig von der Umgebungstemperatur. Auf jeden Fall kann gesagt werden, dass die Frequenz, kombiniert mit den Kernen, ein guter Anhaltspunkt für die Porzessorgeschwindigkeit ist. Aktuelle Prozessoren haben im Schnitt vier Kerne mit einer Geschwindigkeit von etwa 4,5 – 4,8 GHz.

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher ist der Teil des Computers, der gerade die Ausgeführten Programme und die dafür benötigten Informationen bereithält. Er ist neben des Prozessors eine der wichtigsten Bestandteile des Computers und ebenfalls maßgeblich für die Leistung verantwortlich. Bei der Wahl des richtigen Arbeitsspeichers spielen viele Faktoren eine Rolle. Die wichtigsten sind Speichergröße in GB (aktuell sind ab 4 GB ausreichend), Geschwindigkeit in MHz (aktuell 3000 – 4000 MHz) und die Bauform DDR 1 – 5 (aktuell sind DDR 3 und 4 die gängigsten Standards).

Festplatte

Die Festplatte speichert die Daten langfristig und ist das Gedächtnis des Computers. Auf den ersten Blick ist hier die Leistung nicht so wichtig, das stimmt aber nicht. Für jedes Programm müssen regelmäßig Informationen zwischen Festplatte und Arbeitsspeicher hin und her geschoben werden. Bei mechanischen Festplatten bewegt sich ein Arm ständig auf einer Scheibe hin und her und liest so die Daten bei bestimmten Stellen aus. Egal wie sehr die Drehgeschwindigkeit erhöht wird, es gibt immer eine physikalische Grenze bei der Geschwindigkeit des Arms. Daher eignen sich mechanische Festplatten nur noch bedingt als Langzeitspeicher. Die bessere Alternative sind moderne SSDs, welche entweder mittels SATA-Kabel mit dem Mainboard verbunden oder sogar als M.2 Variante direkt auf die Platine gesteckt werden.

Mainboard

Auch das Mainboard spielt bei der Leistung eine Rolle. Hier kommt es in erster Linie auf die unterstützten Steckplätze und deren Generation an. Gamingmainboards haben öfter kürzere oder breiterer Leiterbahnen zum Prozessor, welche die Datenübertragungsgeschwindigkeit ebenfalls beeinflussen. Weitere wichtige Leistungsdaten sind:

  • Maximaler Arbeitsspeicher
  • Speichertechnik (DDR4, DDR5)
  • Prozessorsockel (AM4 oder LGA 1200)
  • PCIe Slots (PCI-E-3.0)

Temperatur

Nicht zu unterschätzen ist auch die Temperatur. Je heißer die Hardware wird, desto langsamer ist der Computer. Natürlich wird diese auch defekt, wenn sie eine gewisse Temperatur erreicht. Dies liegt an der Leitfähigkeit, welche temperaturabhängig ist. Daher sollte nicht nur der Prozessor, sondern auch das gesamte Gehäuse, gut durchlüftet werden. Aus dem Luftfluss engl. Airflow hat sich unter ITlern schon fast eine eigene Disziplin gebildet. Dazu muss lediglich nach „computer airflow oder airflow case“ gesucht werden und es kommen über 53 Millionen Ergebnisse. Im Großen und Ganzen ist zu sagen, dass zumindest der originale CPU-Lüfter und ein leistungsstarker Lüfter am Gehäuse eine gute Grundvoraussetzung sind.

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