Webcam Upcycling

Auch eine Webcam kann super wiederverwendet werden. Viele defekte Laptops landen einfach so im Müll, wobei es wirklich Eineige interessante Komponenten gibt, welche recht unkompliziert wiederverwendet werden können. Dazu zählt auch die Webcam.

Ausbau

Im ersten Schritt muss der Bildschirm vom Laptop ausgebaut und die Webcam entfernt werden. Auch das LCD lässt sich wieder verwenden, dazu kommt später noch ein Beitrag.

Verkabelung

Leider gibt es keine einheitlichen Kabelfarben bei den Herstellern, aber mit ein paar kleinen Tricks findet man schnell die richtigen raus.

Spannungsversorgung

Bis jetzt war auch bei den Laptop Webcams immer rot für + und schwarz für – bzw. Ground.

Daten

Da die Datenkabel Störungsanfällig sind, sind diese in der Regel immer verdrillt. Daher lassen diese sich auch verhältnismäßig schnell finden.

Sonstige Kabel

Je nach Kameramodul sind auch weitere Komponenten verbaut. Besonders oft ist auch das Mikrofon mit integriert. Die Kabel für das Mikrofon lassen sich schnell mit einer Durchgangsmessung direkt am Mikrofon mit einem Multimeter finden. Wenn das Mikrofon nicht benötigt wird, funktioniert die Kamera auch ohne diese Kabel.

Lötarbeiten

Wenn die richtigen Kabel gefunden wurden, kann der Stecker eines alten USB-Kabels verwendet werden. Bevor mit dem Löten begonnen wird, sollte getestet werden, ob die Datenkabel richtig angeordnet sind. Es gibt immer einen Sender und eine Empfänger. Am besten die Datenkabel einmal kurz verdrillen und mit einem Windows-Computer verwinden. Wie jetzt die Webcam nicht richtig erkannt, sollten die beiden Datenkabel umgepolt werden.

Installation

Der Computer mit dem die Webcam verbunden wird sollte eine aktuelle Windows-Version installiert haben und auch mit dem Internet verbunden sein. Die Driver werden im Normalfall automatisch installiert. Gibt es doch ein Driver-Problem, ist SDI-Driver eines meiner liebsten Tools zur Driver Installation.

Viel Spaß beim nachbauen. Ich würde mich über Kommentare über eure Erfahrungen freuen 🙂

Super schnelle Externe m2 Festplatte

Welche Festplattentypen es gibt habe ich bereits in diesem Beitrag erklärt. Diesmal baue ich eine m2 SSD in einen externen Adapter, welcher für etwa 5€ im Internet erhältlich ist. Die SSD ist übrigens aus einem defekten Laptop.

Einbau

Der Einbau in den Adapter ist recht unkompliziert.

Formatieren unter Windows

Sobald die Externe mit einem Windows Computer verbunden ist, erscheint diese unter „Dieser PC“. Mit „Windowstaste + e“ lässt sich dieser am schnellsten öffnen. Hier die Festplatte mit der rechten Maustaste anklicken und dann auf formatieren gehen. Sollte die Festplatte auch mit anderen Betriebsystemen funktionieren, dann ist exFAT die beste Wahl. Das Feld Volumenbezeichnung ist optional. Wird hier ein Titel vergeben, erscheint dieser neben dem Laufwerksbuchstaben. Wenn die Festplatte auch weitergeben wird und eventuell sensible Daten darauf waren, dann sollte die Option schnellformatierung nicht angepackt werden.

Formatieren unter Mac OS

Unter MacOS erscheint die Festplatte als gelbes Laufwerk. Mit dem DiskUtility kann diese unkompliziert formatiert werden. Einfach „CMD + Leertaste“ drücken und dann DiskUtility eingeben. Im Diskutility sind auf der linken Seite die Laufwerke aufgelistet. Hier die Festplatte anklicken und Löschen auswählen. Auch hier ist exFAT eine gute Wahl, da dieses Format auch unter anderen Betriebsystemen erkannt wird. Unter Sicherheit kann ausgewählt werden, ob und wie oft die Festplatte mit zufälligen Daten überschrieben werden soll. zumindest die erste Stufe empfiehlt sich, wenn die Festplatte weitergeben wird.

Einen eigenen WLAN-Adapter bauen

Diese Woche kümmere ich mich mal wieder um die Teile von dem Laptop, den ich vom Müll gerettet habe. In den meisten Laptops ist heutzutage ein Wlan-Modul verbaut. Bei älteren Modellen oft nur ein 2,4 GHz und bei modernen dual band Modulen mit 2,4 GHz und 5 GHz.

So sieht der fertige Adapter aus 😉

Unterschied 2,4 GHz und 5 GHz – kurz und bündig 🙂

Vielen ist der Unterschied zwischen den beiden Frequenzen nicht ganz klar. Klingt 5 GHz nach mehr, bedeutet es nicht gleich, dass es immer die bessere Wahl ist. In den meisten Fällen ist tatsächlich 5 GHz die bessere Wahl. Durch die höhere Frequenz lassen sich auch mehr Daten übertragen. Natürlich ist die Frequenz alleine nicht verantwortlich für die Datenrate. Je nach Standard kommen da diverse Tricks dazu, wie zum Beispiel die Quadraturamplitudenmodulation, welche maßgeblich für die hohe Leistung moderner Standards ist. 5 GHz hat auch mehr überlagerungsfreie Kanäle, dadurch kann das WLAN vom Nachbar nicht so schnell stören. Ein großer Nachteil von 5 GHz ist aber die Reichweite. Durch die doppelt so hohe Frequenz kommt es viel öfter zu Kollisionen mit Gegenständen im Raum oder Überlagerungen der Frequenzen und ähnlichem. Da kann 2,4 GHz eindeutig punkten. Gerade beim Empfang durch Wänden ist es klar vorne dran.

Daher hier ein kurzes Fazit:

2,4 GHz Pros:
  • Hohe Reichweite
  • Kommt recht gut durch Wände
2,4 GHz Kons:
  • Nur drei überlagerungsfreie Kanäle
  • Geringere Bandbreite
  • Viele Störsignale von benachbarten Netzten, aufgrund der höheren Reichweite
5 GHz Pros:
  • Hohe Datenübertragungsrate
  • Bis zu 19 überlagerungsfreie Kanäle
5 GHz Kons:
  • Geringe Reichweite
  • Kommt kaum durch Wände
  • Sehr störungsanfällig

WLAN Adapter selber bauen

Hier in diesem ersten Beitrag zu meinem WLAN-Adapter geht es zuerst mal um den grundsätzlichen Zusammenbau des Adapters und die Funktionalität. In weiteren Beiträgen werde ich eine Simkarte einstecken und daraus einen Hotspot mit Windows bauen.

Wichtige Info!

Es gibt zwei mögliche Anschlüsse für die Adapter. Einmal den mPCI-Express Anschluss, der auch am meisten vertreten ist, aber andererseits auch den m.2 Anschluss. Der zerlegte Laptop hatte ein mPCI-Express Modul, daher wird in diesem Beitrag kein m.2 Adapter verwendet. Sollte mir einmal ein m.2 Adapter in die Hände fallen, dann folgt ein weiterer Beitrag 😉

Ein klassisches mPCI-Express Modul

Um die Karte wiederzuverwenden habe ich mir einen WWAN Card to USB Adapter bestellt, welcher ebenfalls einen SIM-Slot hat.

Die Anleitung ist auf Chinesisch und daher leider wenig brauchbar. Der Einbau ist aber recht unkompliziert. Zuerst muss das Gehäuse geöffnet werden und die Aufnahme für die WLAN-Karte rausgezogen werden.

Die WLAN-Karte in den mPCI-Express-Slot schieben und verschrauben. Dann noch die MHF-Stecker in die passenden Anschlüsse an der Platine stecken. Hier kann es sein, dass ein wenig mit einem Schraubendreher nachgedrückt werden muss.

Alles wieder zusammenbauen und die Stabantennen anschrauben.

Jetzt ist es höchste Zeit für einen Test.

Das Modul benötigt ein paar Sekunden bis es aktiv ist. Wenn die LED blau leuchtet, sollte unter Windows das WLAN-Zeichen erscheinen.

Troubleshooting:

  • Wird der Adapter nicht erkannt, erscheint aber im Gerätemanager, dann kann ein Windows Update Abhilfe schaffen.
  • Sollte nach dem Windows-Update immer noch kein Driver funktionieren, dann bitte auf der Seite des Laptopherstellers die passenden Driver suchen
  • Eine Alternative ist das SDI-Tool, welches aber leider mittlerweile malware mitliefert

Viel Spaß mit dem Adapter. Ich werde mich damit ein wenig beschäftigen und weitere Beiträge schreiben 🙂

Powerbank selber bauen aus alten Laptop Akkus

Willkommen bei meinem nächsten Beitrag der Reihe „Verwenden statt verschwenden“. In diesem Beitrag geht’s um den Akku. Ja, auch mit dem Akku kann man noch viel anfangen :-).

Zuerst müssen wir uns vom Gehäuse verabschieden. Dazu vorsichtig mit einem Messer die Klebestreifen aufschneiden. Dann mit einem Schlitzschraubendreher das Gehäuse aufhebeln. Bei mir hat es in den Ecken am besten geklappt.

Die Zellen

Soweit so gut sind die Zellen frei. Einmal kurz durchmessen schadet nicht. Laut dem Datenblatt des Herstellers sind es Lithium Ionen Akkus und sollten 3,6V das Stück haben. Bei mir hatten alle vier zusammen etwa 10 Volt, daher etwa 2,5 Volt das Stück. Sind jetzt nicht die besten Werte, aber ich bin optimistisch, dass diese Akkus noch gut funktionieren.
Bei Batterien und Akkus gibt es ein paar ganz einfache Regeln. Wenn die Zellen parallel verbunden sind, dann erhöht sich die Stromstärke, welche in Ampere gemessen wird. Werden die Zellen hingegen in Reihe geschalten, dann erhöht sich die Spannung, welche in Volt gemessen wird. Mehr Informationen dazu gibt’s auf Wikipedia. Die Links sind am Ende des Beitrags.

Damit ich die Akkus als Powerbank nutzen kann, mach ich eine Schaltung mit 2 Akkuzellen in Reihe. Die Zellen können übrigens mittels Batterieschweißgerät, aber auch Löten verbunden werden. Beim Löten aber bitte nicht schweißen, auch die Zellen halten nur eine gewisse Temperatur aus ;-). 

Ich hatte das Glück, dass die Zellen eh schon passend für mich verschweißt sind, daher müssen nur noch Drähte an den Enden angelötet werden. Da ich ein altes USB-Verlängerungskabel im Keller liegen hatte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen dieses Kabel zu verwenden. 

Ein kleines Achtung an dieser Stelle. Nicht alle USB-Geräte vertragen schwankende Eingangsspannungen. Laut USB-Standard sollten 5,1 Volt anliegen, aber die meisten Geräte haben einen Spannungsregler integriert. Damit aber nichts schiefgeht, empfehle ich so einen zu kaufen. Ich werde bei mir auch einen nachrüsten und einen weiteren Beitrag mit einer verbesserten Version als Power Bank machen. Da ich gerade keinen Spannungsregler habe, mach ich jetzt mal mit dem USB-Kabel direkt an den Zellen weiter.

Das Gehäuse

Das Gehäuse habe ich mit ein paar Klicks auf tinkercad erstellt. Die stl-Datei stelle ich hier zum Download zur Verfügung. Beim Material habe ich mich für ABS entscheiden, da es sehr temperaturbeständig ist und ich mit Aceton ein finish machen könnte. 

Deckel

Gehäuse

Der Ladevorgang

Die Akkus werden am besten mit einem Balance-Ladegeräte geladen, die gibt’s bereits ab 20€ im Internet. Hier die richtige Zahl der Zellen – daher 2 Stück – einstellen und laden. Als Ladekabel habe ich einfach das andere Ende vom USB-Kabel verwendet. 

Viel Spaß mit der ersten Version meiner Powerbank, ich werde bei Gelegenheit ein weitere, verbesserte Version machen.

Wer noch mehr über Akkus wissen möchte, kann auf dieser Webseite vorbeischauen. https://batteryuniversity.com.

Parallelschaltung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Parallelschaltung

Reihenschaltung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reihenschaltung

Wiederverwendung von optischen Laufwerken

Heute gibt’s wieder einen neuen Beitrag zu meiner Reihe „Ist ein defekter Laptop Müll?“.

CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v62), quality = 82

Diesmal dreht sich alles um die optischen Laufwerke. Hier kommt es wieder darauf an was im Laptop verbaut ist, aber egal welcher Anschluss und auch ob CD, DVD oder Blu Ray, es gibt für alle eine Möglichkeit zur Wiederverwendung. 

IDE-Laufwerke:

Mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, aber trotzdem gelegentlich noch auffindbar, ist der IDE-Anschluss. Auf diversen Onlinemärkten gibt es Gehäuse dafür schon ab 10€.

SATA-Laufwerke:

SATA ist aktuell der Standard, wenn es um optische Laufwerke geht. Auch hier gibt es online Gehäuse ab 10€.

Noch ein paar weiterführende Informationen über CD, DVD und Blu Ray:

Egal ob CD, DVD oder Blu Ray, das Prinzip beim Lesen der Daten ist das Selbe. Ein Laser tastet die Oberfläche ab, welche aus der ebenen Fläche und Vertiefungen besteht. Daraus kann der Computer eine Bitfolge zusammenstellen, was die eigentliche Information ist. Die unterschiedlichen Speichergrößen resultieren aus der Wellenlänge die der Laser hat. Ein „normaler“ CD-Laser hat eine Wellenlänge von 780 nano Meter (nm), bei der DVD sind es schon nur noch 650 nm und bei Blu Ray nur noch 405 nm. Je kleiner die Welle ist, desto mehr Informationen lassen sich hintereinanderschreiben und umso mehr Bahnen sind nebeneinander möglich. Das kann man sich gut mit einem Text vergleich. Wenn wir einen Text schreiben und dieser soll eine Seite lang sein, dann bekommen wir mit einer sehr großen Schriftgröße viel weniger Wörter (Informationen) auf eine A4-Seite als wenn wir eine sehr, sehr kleine Schriftgröße verwenden.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Basteln und seien wir mal ganz ehrlich, wer braucht denn nicht noch gelegentlich ein externes Laufwerk  :-).

Wiederverwendung von Festplatten

Heute gibt’s wieder einen neuen Beitrag zu meiner Reihe „Ist ein defekter Laptop Müll?“.

CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v62), quality = 82

Diesmal dreht sich alles um die Festplatte. Hier kommt es natürlich darauf an was in dem Laptop verbaut ist, aber egal welcher Typ drin ist, es gibt für alle eine Möglichkeit zur Wiederverwendung. 

IDE-Festplatte:

Mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, aber trotzdem gelegentlich noch auffindbar, ist der IDE-Anschluss. Mit einer Datenrate von maximal 16,66 Mbyte/s ist der IDE vielleicht nicht mehr der schnellste, aber für eine Backupfestplatte reicht er noch allemal. Auf eBay und Co gibt es bereits ab 5€ Gehäuse für externe Festplatten mit IDE-Anschluss. Damit können sie dann als externe Festplatte und/oder als Backupdatenträger genutzt werden. Natürlich wäre auch ein Network Area Storage (NAS) eine alternative Nutzungsmöglichkeit.

SATA-Festplatte:

SATA schafft mit dem neusten Standard bereits knappe 2 Gbyte/s und ist daher um einiges flotter als die alten IDE-Festplatten. Natürlich ist hier oft das Design der Festplatte der Flaschenhals. Denn alte Hard Disk Drives (HDD) funktionieren mit einem mechanischen Arm, welcher natürlich irgendwann auf seine physikalischen Grenzen stoßt, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Ein Solid State Drive (SSD) hat hingegen keine mechanischen Teile und ist um ein Vielfaches schneller, hier ist tatsächlich die Datenleitung der Flaschenhals. Egal ob eine SSD oder eine HDD, für beide gibt’s externe Gehäuse ab 5€, womit die Festplatte gerettet wäre :-).

M.2 SSD

Aktuell noch nicht so verbreitet, aber immer mehr am Kommen sind SSDs mit einem M.2 Anschluss. Diese SSDs werden direkt am Mainboard angeschlossen und haben durch den Wegfall von Kabeln eine sehr hohe Datenrate von bis zu 8 Gbyte/s. Auch für M.2 SSDs gibt es Gehäuse ab etwa 10€ bei diversen online Händlern. Hier ist besonders aufzupassen, ob sie einen B oder M connector hat. Bei der B-Variante sind auf der linken Seite 6 Pins und dann kommt eine Kerbe, bei der M-Variante sind auf der rechten Seite 5 Pins und dann kommt die Kerbe. Es gibt auch Hersteller die einfach beide Varianten in einem Anschluss haben, diese passen dann in jedes Gehäuse.

Eine kleine Anmerkung zum Schluss noch. Egal welcher Festplattentyp in ein externes Gehäuse verbaut wird, es kommt immer auf eine Kombination von USB-Typ, USB-Kabel, verbauter Hardware im Gehäuse und der Hardware vom Endgerät an, wenn es um die Geschwindigkeit der Datenübertragung geht. Auf jeden Fall empfiehlt es sich sehr, wenn die Driver auf dem neusten Stand gehalten werden.

Natürlich kann die Festplatte auch in einem anderen Computer verwendet werden.

So, viel Spaß beim Wiederverwenden der Festplatte. In den nächsten Beiträgen werde ich euch noch Tipps geben was ihr mit dem CD-ROM-Laufwerk, dem RAM, der Webcam und sogar mit dem Monitor machen könnt. Bis dahin freu ich mich über jegliches Feedback :-).

Wiederverwendung von Arbeitsspeicher

Ich war erst bei einem Bekannten, bei dem das Mainboard vom Laptop defekt war. Er hat mich gefragt was er damit noch machen soll – ist eh nur noch Müll. Ich als Ersatzteil-Messie habe mir den Laptop gleich geschnappt und entschlossen, dass ich das zweite Leben der Komponenten hier im Blog dokumentieren werde.

Ich werde mehrere Beiträge machen und hier schreiben was ich wie verwendet habe. Falls hier ein Leser eine weitere Idee hat wie ich den Laptop verwenden kann, dann bitte auf jeden Fall mir unter schrottdaniel@peakproductions.at mailen oder einen Kommentar unter dem Beitrag schreiben. Ich freu mich über jede Inspiration.

Für den ersten Beitrag habe ich mich entschieden mit etwas einfachem anzufangen, dem RAM. Aber ist das so simpel? Es gibt ja die Bauformen wie SO-SIMM, SIMM, DDR-DIMM, SDR-DIMM, MICRO-DIMM, in 5 Generationen und mit verschiedensten Taktfrequenzen. Ich erklär hier ein paar einfache Regeln womit ihr den Riegel weiterverwenden könnt und gute Karten habt, dass alles klappt ;-).  

Speichergrößen:

Die meisten Laptops oder Computer haben zwei Speicherslots, daher kann der ausgebaute Riegel als Erweiterung verwendet werden. Windows 10 läuft offiziell bereits mit 1 GB RAM, aber da macht die ganze Sache keinen Spaß mehr. Meiner Erfahrung nach sind 4GB (kombiniert mit einer SSD) für flüssige Office-Anwendungen, Zoom, Teams, Skype und ähnliches ausreichend. Wenn dann noch gerne Bilder bearbeitet werden oder sogar Videos, sind mindestens 8GB notwendig oder sehr, sehr viel Geduld.

Formfaktor:

Bei dem Riegel auf dem Foto handelt es sich um ein sogenanntes SO-DIMM-Modul. Diese Module sind besonders kompakt (Small Outline Dual Inline Memory Module) und werden hauptsächlich in Laptops verwendet, aber setzten sich auch immer mehr bei besonders kompakten slim-Computern durch. Übrigens muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass man die falsche Generation in den Slot am Computer steckt, da die Kerbe jeder Generation unterschiedlich positioniert ist.

Taktfrequenz:

Die Taktfrequenz gib die Datenrate des Arbeitsspeichers vor. Daher gilt, je höre die Taktrate, desto öfter kann der RAM Daten verschieben. Aber diese Zahl ist nicht endgültig in Stein gemeißelt, da diese auch vom Prozessor und dem Mainboard abhängig ist. Die Taktfrequenz ist grundsätzlich abwärtskompatibel, daher passt das BIOS die Geschwindigkeit an den langsamsten Riegel an bzw. an die höchste Kompatibilität mit dem Prozessor.

Was hat das jetzt für uns zu bedeuten, wenn ich einen RAM-Riegel für einen anderen Computer verwenden möchte. Hier ein paar kurze Tipps, worauf du achten solltest:

  • Nicht unter 4GB Gesamtspeicher
  • Die Taktfrequenz ist weniger wichtig als die Speichergröße des Riegels
  • Sicherheitshalber beim Mainboard-Hersteller nachlesen, welche Riegel kompatibel sind
  • Im Normalfall gibt es keine Probleme, wenn ein RAM-Riegel mit dem Board nicht kompatibel ist. Sollte der Computer piepsen, dann ist der Riegel nicht kompatibel oder defekt
  • Passt er nicht in den Slot, ist es die falsche Generation

So, viel Spaß beim wiederverwenden des RAM-Riegels. In den nächsten Beiträgen werde ich euch noch Tipps geben was ihr mit dem CD-ROM-Laufwerk, der Festplatte, der Webcam und sogar mit dem Monitor machen könnt. Bis dahin freu ich mich über jegliches Feedback :-).