Super schnelle Externe m2 Festplatte

Welche Festplattentypen es gibt habe ich bereits in diesem Beitrag erklärt. Diesmal baue ich eine m2 SSD in einen externen Adapter, welcher für etwa 5€ im Internet erhältlich ist. Die SSD ist übrigens aus einem defekten Laptop.

Einbau

Der Einbau in den Adapter ist recht unkompliziert.

Formatieren unter Windows

Sobald die Externe mit einem Windows Computer verbunden ist, erscheint diese unter „Dieser PC“. Mit „Windowstaste + e“ lässt sich dieser am schnellsten öffnen. Hier die Festplatte mit der rechten Maustaste anklicken und dann auf formatieren gehen. Sollte die Festplatte auch mit anderen Betriebsystemen funktionieren, dann ist exFAT die beste Wahl. Das Feld Volumenbezeichnung ist optional. Wird hier ein Titel vergeben, erscheint dieser neben dem Laufwerksbuchstaben. Wenn die Festplatte auch weitergeben wird und eventuell sensible Daten darauf waren, dann sollte die Option schnellformatierung nicht angepackt werden.

Formatieren unter Mac OS

Unter MacOS erscheint die Festplatte als gelbes Laufwerk. Mit dem DiskUtility kann diese unkompliziert formatiert werden. Einfach „CMD + Leertaste“ drücken und dann DiskUtility eingeben. Im Diskutility sind auf der linken Seite die Laufwerke aufgelistet. Hier die Festplatte anklicken und Löschen auswählen. Auch hier ist exFAT eine gute Wahl, da dieses Format auch unter anderen Betriebsystemen erkannt wird. Unter Sicherheit kann ausgewählt werden, ob und wie oft die Festplatte mit zufälligen Daten überschrieben werden soll. zumindest die erste Stufe empfiehlt sich, wenn die Festplatte weitergeben wird.

Alte HDD gegen SSD tauschen inkl. Windows Installation

Im heutigen Beitrag wird eine HDD gegen eine SSD getauscht. Da die Festplatte bei vielen Laptops unterschiedlich verbaut ist, wird das der erste Beitrag werden, der mit der Zeit wächst. Am Ende des Beitrags gibt es eine Liste von Laptops und Computer bei denen ich die Festplatte gegen eine schnelle SSD getauscht habe. Wenn ihr allgemein ein wenig mehr zu den Bauformen wissen wollt, dann steht in diesem Beitrag auch ein wenig mehr über die Bauformen von Festplatten.

Allgemeines

Im ersten Schritt muss überlegt werden, ob Windows komplett neu installiert oder ob die Festplatte werden soll geklont. Ich persönlich empfehle immer Windows neu zu installieren, da einerseits viel Müll wegfällt und andererseits SSDs meist weniger Speicher als HDDs haben (wenn man auf Preis/Leistung schaut). Die alte Festplatte ist dann auch nicht gleich Müll, sondern kann als Backup für die alten Daten und/oder zur Datensicherung für die neue Windows Installation verwendet werden. Hier nochmal ein Link zum passenden Beitrag.

Ebenfalls sollten ein paar Einstellungen am BIOS/UEFI geprüft werden. Dazu empfiehlt sich dieses vorher auf den neusten Stand zu bringen. Die anderen Einstellungen werden im Zuge diese Anleitung vorgenommen.

Bootstick erstellen

Falls ihr lieber Ubuntu installiert, könnt ihr diesen Beitrag lesen ;-). Leider ist die Windows-10 ISO mittlerweile so groß, dass diese nicht mehr auf einer DVD platz hat. Es gibt zwar eine paar Trick, dass dies funktioniert, aber die machen meist viele Probleme. Daher empfehle ich immer einen Bootstick zu erstellen. Dies funktioniert recht einfach mit dem Windows media creation tool, welches direkt hier heruntergeladen werden kann. Das Tool als Administrator ausführen und die Schritte auf den Bildern ausführen.

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Der Festplattentausch

Zum Festplattentausch habe ich ein kurzes Video erstellt. Da viele Laptops einen anderen Weg zum Ausbauen haben, wird am Ende des Beitrags eine Liste mit den Videos geführt, die ich regelmäßig erweitern werde.

Der Tausch der Festplatte ist mal einfacher, mal unnötig kompliziert. In diesem Video habe ich einen MSI-Laptop, bei dem es noch verhältnismäßig einfach geht.

BIOS/UEFI Einstellungen

Egal ob klassisches BIOS oder modernes UEFI, folgende Punkte sind wichtig:

  • Bootreihenfolge ändern, dass der USB-Stick vor der HDD gebootet wird (nur zum installieren von Windows notwendig)
  • „fast boot“ auf disable stellen
  • „secure boot“ auf disable stellen
  • Bei „SATA“ auf „AHCI“ einstellen

Leider sind die Optionen – bis auf Bootreihenfolge – oft an verschiedenen Stellen, daher kann hier keine genaue Anleitung gemacht werden.

Hier ist wichtig, dass der USB-Stick an der richtigen Stelle ist

Windows Installation

Die Windows Installation ist im Video dokumentiert. Falls kein Produkt Key vorhanden ist, kann „Ich habe keinen Product Key.“ angeklickt und die passende Edition ausgewählt werden.

Ausbauvideos

Einen eigenen WLAN-Adapter bauen

Diese Woche kümmere ich mich mal wieder um die Teile von dem Laptop, den ich vom Müll gerettet habe. In den meisten Laptops ist heutzutage ein Wlan-Modul verbaut. Bei älteren Modellen oft nur ein 2,4 GHz und bei modernen dual band Modulen mit 2,4 GHz und 5 GHz.

So sieht der fertige Adapter aus 😉

Unterschied 2,4 GHz und 5 GHz – kurz und bündig 🙂

Vielen ist der Unterschied zwischen den beiden Frequenzen nicht ganz klar. Klingt 5 GHz nach mehr, bedeutet es nicht gleich, dass es immer die bessere Wahl ist. In den meisten Fällen ist tatsächlich 5 GHz die bessere Wahl. Durch die höhere Frequenz lassen sich auch mehr Daten übertragen. Natürlich ist die Frequenz alleine nicht verantwortlich für die Datenrate. Je nach Standard kommen da diverse Tricks dazu, wie zum Beispiel die Quadraturamplitudenmodulation, welche maßgeblich für die hohe Leistung moderner Standards ist. 5 GHz hat auch mehr überlagerungsfreie Kanäle, dadurch kann das WLAN vom Nachbar nicht so schnell stören. Ein großer Nachteil von 5 GHz ist aber die Reichweite. Durch die doppelt so hohe Frequenz kommt es viel öfter zu Kollisionen mit Gegenständen im Raum oder Überlagerungen der Frequenzen und ähnlichem. Da kann 2,4 GHz eindeutig punkten. Gerade beim Empfang durch Wänden ist es klar vorne dran.

Daher hier ein kurzes Fazit:

2,4 GHz Pros:
  • Hohe Reichweite
  • Kommt recht gut durch Wände
2,4 GHz Kons:
  • Nur drei überlagerungsfreie Kanäle
  • Geringere Bandbreite
  • Viele Störsignale von benachbarten Netzten, aufgrund der höheren Reichweite
5 GHz Pros:
  • Hohe Datenübertragungsrate
  • Bis zu 19 überlagerungsfreie Kanäle
5 GHz Kons:
  • Geringe Reichweite
  • Kommt kaum durch Wände
  • Sehr störungsanfällig

WLAN Adapter selber bauen

Hier in diesem ersten Beitrag zu meinem WLAN-Adapter geht es zuerst mal um den grundsätzlichen Zusammenbau des Adapters und die Funktionalität. In weiteren Beiträgen werde ich eine Simkarte einstecken und daraus einen Hotspot mit Windows bauen.

Wichtige Info!

Es gibt zwei mögliche Anschlüsse für die Adapter. Einmal den mPCI-Express Anschluss, der auch am meisten vertreten ist, aber andererseits auch den m.2 Anschluss. Der zerlegte Laptop hatte ein mPCI-Express Modul, daher wird in diesem Beitrag kein m.2 Adapter verwendet. Sollte mir einmal ein m.2 Adapter in die Hände fallen, dann folgt ein weiterer Beitrag 😉

Ein klassisches mPCI-Express Modul

Um die Karte wiederzuverwenden habe ich mir einen WWAN Card to USB Adapter bestellt, welcher ebenfalls einen SIM-Slot hat.

Die Anleitung ist auf Chinesisch und daher leider wenig brauchbar. Der Einbau ist aber recht unkompliziert. Zuerst muss das Gehäuse geöffnet werden und die Aufnahme für die WLAN-Karte rausgezogen werden.

Die WLAN-Karte in den mPCI-Express-Slot schieben und verschrauben. Dann noch die MHF-Stecker in die passenden Anschlüsse an der Platine stecken. Hier kann es sein, dass ein wenig mit einem Schraubendreher nachgedrückt werden muss.

Alles wieder zusammenbauen und die Stabantennen anschrauben.

Jetzt ist es höchste Zeit für einen Test.

Das Modul benötigt ein paar Sekunden bis es aktiv ist. Wenn die LED blau leuchtet, sollte unter Windows das WLAN-Zeichen erscheinen.

Troubleshooting:

  • Wird der Adapter nicht erkannt, erscheint aber im Gerätemanager, dann kann ein Windows Update Abhilfe schaffen.
  • Sollte nach dem Windows-Update immer noch kein Driver funktionieren, dann bitte auf der Seite des Laptopherstellers die passenden Driver suchen
  • Eine Alternative ist das SDI-Tool, welches aber leider mittlerweile malware mitliefert

Viel Spaß mit dem Adapter. Ich werde mich damit ein wenig beschäftigen und weitere Beiträge schreiben 🙂

Wiederverwendung von Arbeitsspeicher

Ich war erst bei einem Bekannten, bei dem das Mainboard vom Laptop defekt war. Er hat mich gefragt was er damit noch machen soll – ist eh nur noch Müll. Ich als Ersatzteil-Messie habe mir den Laptop gleich geschnappt und entschlossen, dass ich das zweite Leben der Komponenten hier im Blog dokumentieren werde.

Ich werde mehrere Beiträge machen und hier schreiben was ich wie verwendet habe. Falls hier ein Leser eine weitere Idee hat wie ich den Laptop verwenden kann, dann bitte auf jeden Fall mir unter schrottdaniel@peakproductions.at mailen oder einen Kommentar unter dem Beitrag schreiben. Ich freu mich über jede Inspiration.

Für den ersten Beitrag habe ich mich entschieden mit etwas einfachem anzufangen, dem RAM. Aber ist das so simpel? Es gibt ja die Bauformen wie SO-SIMM, SIMM, DDR-DIMM, SDR-DIMM, MICRO-DIMM, in 5 Generationen und mit verschiedensten Taktfrequenzen. Ich erklär hier ein paar einfache Regeln womit ihr den Riegel weiterverwenden könnt und gute Karten habt, dass alles klappt ;-).  

Speichergrößen:

Die meisten Laptops oder Computer haben zwei Speicherslots, daher kann der ausgebaute Riegel als Erweiterung verwendet werden. Windows 10 läuft offiziell bereits mit 1 GB RAM, aber da macht die ganze Sache keinen Spaß mehr. Meiner Erfahrung nach sind 4GB (kombiniert mit einer SSD) für flüssige Office-Anwendungen, Zoom, Teams, Skype und ähnliches ausreichend. Wenn dann noch gerne Bilder bearbeitet werden oder sogar Videos, sind mindestens 8GB notwendig oder sehr, sehr viel Geduld.

Formfaktor:

Bei dem Riegel auf dem Foto handelt es sich um ein sogenanntes SO-DIMM-Modul. Diese Module sind besonders kompakt (Small Outline Dual Inline Memory Module) und werden hauptsächlich in Laptops verwendet, aber setzten sich auch immer mehr bei besonders kompakten slim-Computern durch. Übrigens muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass man die falsche Generation in den Slot am Computer steckt, da die Kerbe jeder Generation unterschiedlich positioniert ist.

Taktfrequenz:

Die Taktfrequenz gib die Datenrate des Arbeitsspeichers vor. Daher gilt, je höre die Taktrate, desto öfter kann der RAM Daten verschieben. Aber diese Zahl ist nicht endgültig in Stein gemeißelt, da diese auch vom Prozessor und dem Mainboard abhängig ist. Die Taktfrequenz ist grundsätzlich abwärtskompatibel, daher passt das BIOS die Geschwindigkeit an den langsamsten Riegel an bzw. an die höchste Kompatibilität mit dem Prozessor.

Was hat das jetzt für uns zu bedeuten, wenn ich einen RAM-Riegel für einen anderen Computer verwenden möchte. Hier ein paar kurze Tipps, worauf du achten solltest:

  • Nicht unter 4GB Gesamtspeicher
  • Die Taktfrequenz ist weniger wichtig als die Speichergröße des Riegels
  • Sicherheitshalber beim Mainboard-Hersteller nachlesen, welche Riegel kompatibel sind
  • Im Normalfall gibt es keine Probleme, wenn ein RAM-Riegel mit dem Board nicht kompatibel ist. Sollte der Computer piepsen, dann ist der Riegel nicht kompatibel oder defekt
  • Passt er nicht in den Slot, ist es die falsche Generation

So, viel Spaß beim wiederverwenden des RAM-Riegels. In den nächsten Beiträgen werde ich euch noch Tipps geben was ihr mit dem CD-ROM-Laufwerk, der Festplatte, der Webcam und sogar mit dem Monitor machen könnt. Bis dahin freu ich mich über jegliches Feedback :-).