Willkommen bei meinem nächsten Beitrag der Reihe „Verwenden statt verschwenden“. In diesem Beitrag geht’s um den Akku. Ja, auch mit dem Akku kann man noch viel anfangen :-).

Zuerst müssen wir uns vom Gehäuse verabschieden. Dazu vorsichtig mit einem Messer die Klebestreifen aufschneiden. Dann mit einem Schlitzschraubendreher das Gehäuse aufhebeln. Bei mir hat es in den Ecken am besten geklappt.

Die Zellen

Soweit so gut sind die Zellen frei. Einmal kurz durchmessen schadet nicht. Laut dem Datenblatt des Herstellers sind es Lithium Ionen Akkus und sollten 3,6V das Stück haben. Bei mir hatten alle vier zusammen etwa 10 Volt, daher etwa 2,5 Volt das Stück. Sind jetzt nicht die besten Werte, aber ich bin optimistisch, dass diese Akkus noch gut funktionieren.
Bei Batterien und Akkus gibt es ein paar ganz einfache Regeln. Wenn die Zellen parallel verbunden sind, dann erhöht sich die Stromstärke, welche in Ampere gemessen wird. Werden die Zellen hingegen in Reihe geschalten, dann erhöht sich die Spannung, welche in Volt gemessen wird. Mehr Informationen dazu gibt’s auf Wikipedia. Die Links sind am Ende des Beitrags.

Damit ich die Akkus als Powerbank nutzen kann, mach ich eine Schaltung mit 2 Akkuzellen in Reihe. Die Zellen können übrigens mittels Batterieschweißgerät, aber auch Löten verbunden werden. Beim Löten aber bitte nicht schweißen, auch die Zellen halten nur eine gewisse Temperatur aus ;-). 

Ich hatte das Glück, dass die Zellen eh schon passend für mich verschweißt sind, daher müssen nur noch Drähte an den Enden angelötet werden. Da ich ein altes USB-Verlängerungskabel im Keller liegen hatte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen dieses Kabel zu verwenden. 

Ein kleines Achtung an dieser Stelle. Nicht alle USB-Geräte vertragen schwankende Eingangsspannungen. Laut USB-Standard sollten 5,1 Volt anliegen, aber die meisten Geräte haben einen Spannungsregler integriert. Damit aber nichts schiefgeht, empfehle ich so einen zu kaufen. Ich werde bei mir auch einen nachrüsten und einen weiteren Beitrag mit einer verbesserten Version als Power Bank machen. Da ich gerade keinen Spannungsregler habe, mach ich jetzt mal mit dem USB-Kabel direkt an den Zellen weiter.

Das Gehäuse

Das Gehäuse habe ich mit ein paar Klicks auf tinkercad erstellt. Die stl-Datei stelle ich hier zum Download zur Verfügung. Beim Material habe ich mich für ABS entscheiden, da es sehr temperaturbeständig ist und ich mit Aceton ein finish machen könnte. 

Deckel

Gehäuse

Der Ladevorgang

Die Akkus werden am besten mit einem Balance-Ladegeräte geladen, die gibt’s bereits ab 20€ im Internet. Hier die richtige Zahl der Zellen – daher 2 Stück – einstellen und laden. Als Ladekabel habe ich einfach das andere Ende vom USB-Kabel verwendet. 

Viel Spaß mit der ersten Version meiner Powerbank, ich werde bei Gelegenheit ein weitere, verbesserte Version machen.

Wer noch mehr über Akkus wissen möchte, kann auf dieser Webseite vorbeischauen. https://batteryuniversity.com.

Parallelschaltung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Parallelschaltung

Reihenschaltung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reihenschaltung


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