Ich war erst bei einem Bekannten, bei dem das Mainboard vom Laptop defekt war. Er hat mich gefragt was er damit noch machen soll – ist eh nur noch Müll. Ich als Ersatzteil-Messie habe mir den Laptop gleich geschnappt und entschlossen, dass ich das zweite Leben der Komponenten hier im Blog dokumentieren werde.

Ich werde mehrere Beiträge machen und hier schreiben was ich wie verwendet habe. Falls hier ein Leser eine weitere Idee hat wie ich den Laptop verwenden kann, dann bitte auf jeden Fall mir unter schrottdaniel@peakproductions.at mailen oder einen Kommentar unter dem Beitrag schreiben. Ich freu mich über jede Inspiration.

Für den ersten Beitrag habe ich mich entschieden mit etwas einfachem anzufangen, dem RAM. Aber ist das so simpel? Es gibt ja die Bauformen wie SO-SIMM, SIMM, DDR-DIMM, SDR-DIMM, MICRO-DIMM, in 5 Generationen und mit verschiedensten Taktfrequenzen. Ich erklär hier ein paar einfache Regeln womit ihr den Riegel weiterverwenden könnt und gute Karten habt, dass alles klappt ;-).  

Speichergrößen:

Die meisten Laptops oder Computer haben zwei Speicherslots, daher kann der ausgebaute Riegel als Erweiterung verwendet werden. Windows 10 läuft offiziell bereits mit 1 GB RAM, aber da macht die ganze Sache keinen Spaß mehr. Meiner Erfahrung nach sind 4GB (kombiniert mit einer SSD) für flüssige Office-Anwendungen, Zoom, Teams, Skype und ähnliches ausreichend. Wenn dann noch gerne Bilder bearbeitet werden oder sogar Videos, sind mindestens 8GB notwendig oder sehr, sehr viel Geduld.

Formfaktor:

Bei dem Riegel auf dem Foto handelt es sich um ein sogenanntes SO-DIMM-Modul. Diese Module sind besonders kompakt (Small Outline Dual Inline Memory Module) und werden hauptsächlich in Laptops verwendet, aber setzten sich auch immer mehr bei besonders kompakten slim-Computern durch. Übrigens muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass man die falsche Generation in den Slot am Computer steckt, da die Kerbe jeder Generation unterschiedlich positioniert ist.

Taktfrequenz:

Die Taktfrequenz gib die Datenrate des Arbeitsspeichers vor. Daher gilt, je höre die Taktrate, desto öfter kann der RAM Daten verschieben. Aber diese Zahl ist nicht endgültig in Stein gemeißelt, da diese auch vom Prozessor und dem Mainboard abhängig ist. Die Taktfrequenz ist grundsätzlich abwärtskompatibel, daher passt das BIOS die Geschwindigkeit an den langsamsten Riegel an bzw. an die höchste Kompatibilität mit dem Prozessor.

Was hat das jetzt für uns zu bedeuten, wenn ich einen RAM-Riegel für einen anderen Computer verwenden möchte. Hier ein paar kurze Tipps, worauf du achten solltest:

  • Nicht unter 4GB Gesamtspeicher
  • Die Taktfrequenz ist weniger wichtig als die Speichergröße des Riegels
  • Sicherheitshalber beim Mainboard-Hersteller nachlesen, welche Riegel kompatibel sind
  • Im Normalfall gibt es keine Probleme, wenn ein RAM-Riegel mit dem Board nicht kompatibel ist. Sollte der Computer piepsen, dann ist der Riegel nicht kompatibel oder defekt
  • Passt er nicht in den Slot, ist es die falsche Generation

So, viel Spaß beim wiederverwenden des RAM-Riegels. In den nächsten Beiträgen werde ich euch noch Tipps geben was ihr mit dem CD-ROM-Laufwerk, der Festplatte, der Webcam und sogar mit dem Monitor machen könnt. Bis dahin freu ich mich über jegliches Feedback :-).


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